Das Partnerprojekt in Uganda trägt den Namen WEKEMBE. Die Organisation mit Sitz in Masaka setzt sich dafür ein, die Lebensbedingungen benachteiligter Bevölkerungsgruppen in mehreren Bezirken im südlichen Uganda nachhaltig zu verbessern. Der Name „Wekembe“ stammt aus der lokalen Sprache Luganda und bedeutet sinngemäß „Vertraue dir selbst“ oder „Hilf dir selbst“ – ein Leitgedanke, der die Arbeit des Projekts prägt.
Im Mittelpunkt stehen kleinbäuerliche Familien, die Unterstützung erhalten, um ihre landwirtschaftliche Produktion zu steigern und ihre Vermarktungsmöglichkeiten zu verbessern. Dies geschieht durch fachliche Beratung, Schulungen und Fortbildungen sowie durch den Austausch untereinander. Ergänzend werden Lagerhäuser gebaut, damit Ernteerträge sachgerecht gelagert und zu besseren Marktpreisen verkauft werden können.
Ein weiterer Schwerpunkt ist die Vergabe von Kleinkrediten nach einem transparenten und verlässlichen System. Besonders Frauen profitieren davon: Sie erhalten die Möglichkeit, kleine Unternehmen aufzubauen, ein eigenes Einkommen zu erwirtschaften und so die Versorgung ihrer Familien langfristig zu sichern. Damit stärkt das Projekt nicht nur die wirtschaftliche Situation, sondern auch die gesellschaftliche Stellung von Frauen.
Darüber hinaus engagiert sich WEKEMBE im Bereich Umwelt- und Klimaschutz. Die Lebensbedingungen in den Haushalten werden durch die Verbreitung und Installation von energieeffizienten Kochöfen deutlich verbessert. Diese Hocheffizienzöfen benötigen wesentlich weniger Brennholz, reduzieren Rauchentwicklung in den Häusern und tragen somit sowohl zum Gesundheitsschutz als auch zu einer besseren Klimabilanz bei.
Seit Anfang 2018 fördert der VKL zudem ein Projekt mit besonderem Fokus auf den Umgang mit den Folgen des Klimawandels. In Uganda zeigen sich diese unter anderem durch längere Trockenzeiten, intensivere Regenfälle und zunehmend unberechenbare Wetterverhältnisse. Das Projekt setzt hier auf verschiedene Maßnahmen: Es werden Bäume gepflanzt, um Bodenerosion vorzubeugen und das Mikroklima zu stabilisieren. Gleichzeitig wird mit trockenresistentem Saatgut experimentiert, um die Ernten auch unter veränderten klimatischen Bedingungen zu sichern. Neue Pflanzen- und Grassorten für Viehfutter werden eingeführt und erprobt, damit auch die Tierhaltung widerstandsfähiger wird.
Ein wichtiges Ziel ist außerdem die Einsparung von Energie und Ressourcen. So wird beispielsweise das Pressen von Ziegelsteinen gefördert, anstatt diese unter hohem Brennstoffeinsatz zu brennen. Auf diese Weise leistet das Projekt einen konkreten Beitrag zum Klimaschutz und stärkt zugleich die Zukunftsperspektiven der Menschen vor Ort.