Niklaus von Flüe und Dorothee Wyss

Unsere Patron:innen

Für die Frauen und Männer der Katholischen Landvolkbewegung sind Niklaus von Flüe und Dorothee Wyss seit vielen Jahren wertvolle Wegbegleiter. Sie gelten als Patron:innen unseres Verbandes, weil sie Glaube, Verantwortung und Friedensbereitschaft auf besondere Weise gelebt haben.

Der Satz „Friede ist allweg von Gott“ stammt von Niklaus von Flüe und spiegelt seine tiefe Überzeugung wider, dass echter Frieden nur aus Gott erwächst.

"Bruder Klaus" Niklaus von Flüe (1417–1487) wurde im Schweizer Dorf Flüeli‑Ranft geboren. Er war Landwirt, Familienvater, Ratsherr, Soldat und politisch aktiv, bevor er sich mit 50 Jahren auf einen radikalen spirituellen Weg begab.

Mit fünfzig spürte er eine tiefe Sehnsucht nach Gott. Er zog sich, mit Zustimmung seiner Frau Dorothee, auf eine Klause nur wenige hundert Meter vom Familiensitz entfernt zurück. Dort widmete er sich Beten, Fasten und Einkehr – Wege, um inneren Frieden zu finden und ihn weiterzugeben.

Niklaus war kein „glatter“ Heiliger, sondern ein Mensch mit Ecken, Kanten und Brüchen. Er kämpfte mit sich selbst, lebte ein politisches Leben, war Richter und politisch engagiert – bis er sich entschloss, seinen persönlichen Weg der Nachfolge Jesu zu gehen. Für ihn war Frieden die höchste Priorität: Gerechtigkeit, Freude und das Einstehen für die Schwächsten gehören untrennbar zusammen.


Gebet von Bruder Klaus:

„Mein Herr und mein Gott, nimm alles von mir, was mich hindert zu dir. Gib alles mir, was mich fördert zu dir. Nimm mich mir und gib mich ganz zu eigen dir.“


Niklaus von Flüe lebte als Mystiker und spiritueller Ratgeber 20 Jahre lang im Ranft. Menschen aus nah und fern suchten seine Weisheit, und bis heute gilt er als einer der bedeutendsten Friedensstifter des 15. Jahrhunderts. 1947 wurde er von Papst Pius XII. heiliggesprochen, sein Gedenktag ist der 25. September.

Dorothee Wyss (1430/2–1495/6) war die Ehefrau von Niklaus von Flüe und eine bemerkenswerte Persönlichkeit des 15. Jahrhunderts. Gemeinsam bewirtschafteten sie den Hof „Schiblochmatte“ und hatten zehn Kinder.

Dorothee unterstützte Niklaus auf seinem spirituellen Weg, übernahm Verantwortung für Familie und Hof und ermöglichte ihm so, ein Leben als Einsiedler zu führen. Sie war eine starke, eigenständige Frau, deren Treue und Weisheit bis heute geschätzt wird. Papst Johannes Paul II. nannte sie 1984 „eine heiligmäßige Frau“. Eine Bronzeplastik bei der Pfarrkirche von Sachseln erinnert an sie – mit der Inschrift „Dorothea von Flüe“.

Niklaus und Dorothee zeigen, wie partnerschaftlicher Glaube, gegenseitiges Vertrauen und spirituelle Orientierung Leben, Gemeinschaft und Gesellschaft prägen können. Sie stehen für Verantwortung, Treue und Friedensbereitschaft – Werte, die auch heute für uns wichtig sind.

Weitere Informationen zu unseren Patron:innen finden Sie auf der Homepage von Bruder Klaus und Dorothee.

Radbild Bruder Klaus

Radbild Bruder Klaus